Mit einer Gedenkfeier in Seppenrade begingen zahlreiche Bürger sowie Abordnungen verschiedener Vereine und Organisationen am Sonntag den Volkstrauertag . So fanden sich im Rosendorf auf Einladung des Heimatvereins Vertreter des DRK, der Feuerwehr, des Sozialvereins VdKsowie der St.-Johanni-Schützenbruderschaft, der Dorfmusikanten und des Spielmannszuges Klingendes Spiel vor dem Ehrenmal zusammen. „Trauer ist etwas Persönliches. Sie braucht Gesichter“, machte Pfarrerin Silke Niemeyer in ihrer Gedenkrede deutlich. Mit den Namen von neun in Prag durch die SS ermordeten Studenten erinnerte Niemeyer daher an die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Ausgrenzung und Vorurteilen, die den Weg zu solchen Taten ebenen würden, sollte die „Begegnung von Mensch zu Mensch“ entgegengestellt werden. „Der Volkstrauertag ist ein Widerstandstag gegen den Krieg“, fasste Niemeyer den Geist der Gedenkfeier zusammen. „Wir müssen aufmerksam bleiben“, appellierte sie schließlich an die Zuhörer und gab zu bedenken: „Krieg ist kein Schicksal. Er braucht Menschen, die ihn wollen.“

17. November 2019: Volkstrauertag in Seppenrade