Seppenrade

7 weitere Bilder

Seppenrade beherbergt zurzeit rund 7000 Einwohner. Vor allem der Rosengarten hat Seppenrade weit über die Grenzen Lüdinghausens hinaus bekannt gemacht. Der Rosengarten umfasst 18753 m² und ist das Schmuckstück des Ortes. In dem Garten sind zur Zeit etwa 600 Rosensorten und 24 000 Rosenpflanzen zu bewundern.

1969 hat Seppenrade im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ die Auszeichnung in „Gold“ gewonnen. Sehenswürdigkeiten: Der zentrale Kirchplatz, die Wolfsschlucht, die historischen Gebäude sowie die einzigartigen Ammoniten, die in Seppenrade gefunden wurden, und vieles mehr. Seppenrade zeichnet sich vor allem durch ein lebendiges Dorfleben und den Gemeinschatssinn seiner Bürger aus.

Im neuen Seppenrade-Flyer findet man eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten, Händlern und Gastronomen des Rosendorfs, Infos zu Freizeitmöglichkeiten, Wanderungen und Radtouren. In der Karte ist ein Rundgang eingezeichnet, der an allen Selhenswürdigkeiten entlangführt. Erhältlich am Infopoint Seppenrade (MattLeen und Blütenwerk) sowie im Lüdinghaus und natürlich hier. 


Historie:

9. Jh. Frühester Siedlungsnachweis für den Ortskern Seppenrade

1184 Früheste urkundliche Erwähnung

1895 Fund des größten Ammoniten der Welt

1937 Kreis - Musterdorf

1969 Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ (Golddorf)

1972 Ernennung zum dritten Rosendorf der Bundesrepublik Deutschland

1975 Eingemeindung zu Lüdinghausen

2015 Seppenrade: Fläche: 61,78 qkm;  Einwohner: ca. 6700; Höhe: 110 m ü. NHN


Mien Siäpro

De Hauge Taon in Siäpro


Kenns du dat Düörpken dao buewen up'n Biäg,
Wat so wiet in Tieegend löcht?
Wao up Straoten un Gäßchen un raude Däk
De Kiärktoan wiß  piel de Höcht?

Dao bleiht de Rausen besummers raud,
Dao nest up de Dial no de Schwalwen in Ruh,
Dao holt de Menschken in Naut un Daut
Trü Naoberscopm Guod weet, wu.

Haolt fast no  an`t Platt un de aolle lärs,
De Holsken klappert no üöwer de Straot.
Tiegen Früemde sind`s waan spe twiärs,
de Lü küert moderspraok.

Dao haolt knorrige Eiken an Hiöfe de Wacht,
Un Wiärm un Lecht gibt Hädfüer no.
Ik denk an düt Düörpken bi Dag un bi Nacht
Et is jao – mien Siäpro.
von Anni Siepe



Die Seppenrader Ammoniten, das Orginal und die Reproduktionen


Das Orginal aus dem LWL

Der Riesenammonit „Parapuzoia Seppenradensis“ des Naturkunde-museums in Münster ist nicht nur der größte der Welt sondern auch der meist verbreitete Ammonit.

So ist der am 23.Februar 1895 in Seppenrade gefundene Riesen-
ammonit mit seiner Größe von 180 cm und dem Gewicht von 3500 kg ein weltweit begehrtes Objekt.


Reproduktion von 1967
Während die Abgüsse der Ammoniten aus Münster, die in aller Welt gegangen sind aus Gips gefertigt wurden, ist dieser der Seppenrader Ammoniten aus Steinguß gegossen. Am 01.10.1966 wurde der 30 Zentner schwere Koloß, aus einer  mit Elefanten-haut ausgekleidet Form gelöst. Unter der Leitung von Bildhauer Ahlmann wurde das Werk auf dem Hofe Holz in Tetekum  mit Unterstützung der Mitglieder des Heimatvereines geschaffen.  


Reproduktionen von 2019

Die neuen Seppenrader Ammoniten am Standort Rosengarten sind mit der neuesten Technologie geschaffen. Grundlage sind die Oberflächen der in Münster im LWL-Museum bzw. des nach Stralsund verliehen Seppenrader Ammoniten.  Aus den digitalisierten Oberflächen wurde mit einem sehr aufwendigen CAD - Verfahren in der Firma Delbrügge die drei Gussmodelle gefräst. Das erstellen der Gussformen aus den Gussmodellen und das Gießen der Ammoniten aus Aluminium wurde in der Firma Homberg durchgeführt. Der gestalterische Teil im Rosengarten und das erstellen der Ammonitenstelen wurde von den Mitglieder des Heimatvereines  durchgeführt.



Seppenrade wird 1969 Golddorf

Seppenrade wird zweimal Golddorf

November 1966

Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten NRW startet die Ausschreibung  zum Wettbewerb   ,,Unser Dorf soll schöner werden“.


02. März 1967

Der Gemeinderat von Seppenrade beschließt die Teilnahme am Wettbewerb.


09. März 1967

Der Planungsausschuss tritt zusammen, bestehend aus Alfons Holz, Heinz Thiering und Bürgermeister Köhler.


März 1967 

Bürgerversammlung beschließt die Gründung eines Wettbewerbssausschusses. Als erste Maßnahme wird die Wolfsschlucht umgestaltet.


1968Erstmalige Teilnahme am Wettbewerb. In der Kreisausscheidung wird der 2. Platz erreicht ein Punkt hinter Stockum.

Dezember 1968Arbeitsbesprechung, mit dem Thema: Erneute Bewerbung im Jahr 1969.

1969Aktionen laufen an. Einzelne Bürger und Initiativen von Gruppen, wie Kolpingverein, Feuerwehr, Spielmannszug, Siedlergruppen, das DRK, Karnevalsvereine, Pilsfreunde, Gruppen von Bürgern und Schulkindern, Gewerbebetriebe u.a. Institutionen beteiligen sich.
Es werden 6000 Bäume und Sträucher gepflanzt.

03.Mai 1969Der neue Brunnen (von Norbert Ahlmann) auf dem Kirchplatz spie zum erstenmal Wasser.

12. Juni 1969Seppenrade teilt sich mit Stockum den ersten Platz im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ auf Kreisebene und qualifiziert sich für den Landeswettbewerb.

30. Juli 1969Prüfungskommssion für den Wettbewerb auf Landesebene besucht Seppenrade.

02. August 1969Gold für Seppenrade bei der Landesausscheidung.

13. September 1969Die Prüfungskommission für den Bundeswettbewerb besucht Seppenrade.

15. September 1969Seppenrade gewinnt die Goldmedaille im Wettbewerb ,,Unser Dorf soll schöner werden“ auf Bundesebene.

30. Oktober 1969Überreichung der Goldmedaillie auf Landesebene in Münster im Lindenhof durch den Minister Deneke. Anschließend  Begrüßung des Minister in Seppenrade  und Umzug durch Seppenrade.  

21. November 1969Überreichung der Goldmedaille in Bonn- Bad Godesberg und Abends Feuerwerk und Festball in Seppenrade in der Halle „Naundrups Hof“



Seppenrade wird 1972 Rosendorf

Die Planung

Das Gemeindeparlament und der Heimatverein griffen deshalb diese ldee auf, und es kam zu dem Beschluß, einen Rosengarten mit Parkplatz anzulegen. Bereits bei den Vorbereitungen zum Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ berücksichtigten die Seppenrader dieses Fernziel und pflanzten Rosen in gemeindlichen Anlagen und auch in privaten Gärten. In der Folge wurde Kontakt mit dem „Verein Deutscher Rosenfreunde“ aufgenommen, dessen Präsident, Gartenbaudirektor Walter Rieger im September 1969 nach Seppenrade kam. Er war von Seppenrade und der Idee des Rosengartens begeistert. Dann ging es an die gemeinsame Arbeit.

Die Idee

Die Idee, „Rosendörfer“ zu schaffen, stammt von Oskar Scheerer, dem früheren Präsidenten des „Verein Deutscher Rosenfreunde“, und wurde 1965 von ihm auf dem Rosenkongreß in Baden-Baden vorgetragen. Sie fand sofort die Zustimmung der Kongreßteilnehmer. Dörfer aus dem Kreis des Wettbewerbs „UnserDorf soll schöner werden“ sollten für die Auswahl qualifiziert sein, um die Liebe zu den Rosen im weiten dörflichen Bereich zu wecken und zu fördern.  Bisher gab es erst; zwei anerkannte Rosendörfer des „Verein Deutscher Rosenfreunde, Schmitshausen über Zweibrücken und Nöggenschwiel im Schwarzwald. Seppenrade wollte das dritte Rosendorf werden.

Die Entstehung

Durch Dia-Vorträge wurden alle Interessenten informiert; es wurde Verständnis geweckt und Sachkenntnis vermittelt. Kreisplaner Dr. Krumme» übernahm die Planung. Heimatverein, Bürgerschaft, Gemeinde und Amtsverwaltung brachten ansehnliche Geldbeträge auf. Einheimische und auswärtige Unternehmen, neben dem Heimatverein der Karnevalsverein, der Spielmannszug, die Feuerwehr und die Kegelclubs halfen durch Spenden und Arbeitsleistung. Durch die Patenschaft Seppenrades über die Bundeswehreinheit Feldartillerie Batterie 2/71, Dülmen, St. Barbara-Kaserne, halfen auch Soldaten der Bundeswehr. Diese Arbeiten wurden durch Spenden von Pflanzen und Blumen einheimischer Baumschulen unterstützt;. Namhafte Rosenschulen halfen durch Lieferung von Rosenpflanzen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe stiftete Bäume und Sträucher für die äußere Bepflanzung.
Viele weitere Einzel- und Gemeinschaftsinitiativen praktischer und finanzieller Art; rundeten das Bild der Zusammenarbeit ab. Nur so konnte die kleine Gemeinde Seppenrade dieses für sie gewaltige» Werk in der kurzen Zeit von zweieinhalb Jahren vollenden.