Gut angenommen wurde der plattdeutsche Abend des Heimatvereins Seppenrade. Annette Becker stimmte auf dem Akkordeon die Besucher im Heimathaus auf das Geschehen ein. Der Nachwuchs des Plattdeutschen Vereins überzeugte mit einem mundartlichen Sketch. Der Landwirt  Josef Füstmann aus Senden berichtete auf humorvolle Art von seinen Erlebnissen mit anderen Münsterländer Landwirten.

Dass dem Heimatverein Seppenrade die Brauchtumspflege ein Herzensanlegen ist, war am Sonntagabend beim plattdeutschen Abend im Heimathaus wieder einmal deutlich zu spüren. Dabei freute sich der Vorsitzende Friedhelm Landfester , dass das Interesse an der Veranstaltung nach wie vor ungebrochen ist: „Der Saal ist voll, das ist natürlich immer eine tolle Geschichte“, so Landfester. Dabei wurde dem Publikum auch in diesem Jahr ein buntes Programm geboten.

Gleich zu Beginn ging es munter los mit Annette Becker , die auf dem Akkordeon, plattdeutsche Stücke spielte, bei denen das Publikum begeistert mitsang. Stücke wie „Wocht en Augenblicksken“ oder „Si män vergnögt und frei di“ handelten von der Münsterländer Gelassenheit, das Leben nicht zu ernst zu nehmen.

 

 

 

 

Anschließend folgte der Auftritt der Jugendgruppe des plattdeutschen Vereins, die eine Version des „Breakfast Club“ auf Platt vorspielte: Sieben Schüler sitzen an einem Samstagmorgen in der Schule nach und sollen einen Aufsatz darüber schreiben, wer sie sind. Dabei sind die Gründe für das Nachsitzen so unterschiedlich wie die Schüler: Hier die Musterschülerin, die mit einem Spickzettel erwischt wurde, dort der rauchende Rebell, der mit Graffiti die Wände beschmiert hat.  Trotz anfänglicher Differenzen freunden sich die sieben nach und nach miteinander an und werden zum „Club der Nachsitzenden“. Dabei lieferten sich die sieben sowohl untereinander als auch mit ihrem Lehrer immer wieder wahre Wortschlachten, was das Publikum mit großem Applaus honorierte.

 

Nach der Pause ging es dann weiter mit Josef Füstmann aus Senden. Der gelernte Landwirt berichtete auf humorvolle Art von seinem Leben, angefangen von der Schulzeit, zum Beispiel wie er das Rauchen gelernt hatte, bis hin zu seinen Erlebnissen mit anderen Münsterländer Landwirten.

(aus WN vom 13.März 2019;  von Laurids Leibold)

 

 

 

10. März 2019: Plattdeutscher Abend im Heimathaus