Heimattag zu „50 Jahre Golddorf Seppenrade

Auf die Gemeinschaft kommt es an.

Vor 50 Jahren sicherte sich Seppenrade auf Bundesebene den Titel als „Golddorf“. Das wurde am Sonntag mit einem Heimattag ausgiebig gefeiert. Dabei blickten die Seppenrader nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Und etwas zu enthüllen gab es auch. 

WN-Artikel: Heimattag in Seppenrade (8 Downloads) .

WN-Artikel: Heimattag Nachbetrachtung (11 Downloads)

Der ökumenischen Gottesdienst in der St.-Dionysius-Kirche

Eröffnet wurde der erste Heimattag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Dionysius-Kirche, zelebriert von Prädikantin Gaby Christensen von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Siegbert Hellkuhl von der katholischen Gemeinde St. Felizitas sowie musikalisch gestaltet vom Kirchenchor. Eine würdevolle und dem Anlass entsprechende Eröffnung. Gemeinschaft und Heimat waren die wichtigsten Themen in den Gebeten und Fürbitten.

Viele Kirchenbesucher nutzten die Möglichkeit und schrieben auf einer großen Tafel Stichwörter dazu auf, was Heimat für sie bedeutet, zum Beispiel Geborgenheit, Freunde oder das Geläut der Glocken. „Gemeinschaft besteht aus vielen Menschen, vielen unterschiedlichen Menschen. Das macht Gemeinschaft interessant. Gemeinschaft heißt auch, dass wir miteinander teilen, aber auch unsere Schwäche zeigen“, sagte Christensen in ihrer Predigt. „Auch unsere beiden Kirchengemeinden sind in diesen 50 Jahren zu einer Gemeinschaft geworden. Das wäre vor 50 Jahren nicht denkbar gewesen“, betonte sie.

Mit Musik zum Rosengarten

Begleitet vom Spielmannszug Klingendes Spiel, den Dorfmusikanten sowie den Banner- und Fahnenabordnungen vieler Vereine, die zuvor schon in der Kirche mit dabei waren, ging es in einem kleinen Umzug zum Rosengarten.

 

 

Die Begrüßung der Gäste im Rosengarten.

Im Rosengarten hieß Friedhelm Landfester , Vorsitzender des Heimatvereins, die Gäste des Heimattages – darunter neben Bürgermeister Borgmann Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske – alle willkommen.

„Wir haben alle Vereine eingeladen, dieses Fest mit uns zu feiern. Und alle machen mit. Wir schauen nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Daher auch das Motto des heutigen Tages ,Unser Dorf hat Zukunft‘. Wir können die Zukunft nur mit breiter Bürgerunterstützung mitgestalten. Damit wollen wir heute beginnen“, hob Landfester hervor. Er bedankte sich bei den Spendern, die die Erstellung der Ammoniten ermöglicht hatten. Die Gestaltung der Südseite des Rosengartens, eine insektenfreundliche Bepflanzung, die Anlage eines Kräutergartens und grünen Klassenzimmers nannte Landfester als nächste Aufgaben, denen er sich mit seinem Team stellen will.

„Mit Stolz und Bewunderung schauen die Bürger der Stadt auf Seppenrade“, so Borgmann in seinem Grußwort, als er ein großes Ortseingangsschild an Landfester überreichte. „Die Jury kam vor 50 Jahren über Seppenrade ins Schwärmen, als sich das Dorf gegen fast 300 Konkurrenten in Deutschland durchgesetzt hatte. Hut ab vor der Bürgerleistung“, sagte Schulze Pellengahr.

 

 

 

Das Gold- und Rosendorf hat seit Sonntag einen dritten Titel: „Ammonitendorf“.

Sie enthüllten die Abgüsse der drei in Seppenrade gefundenen Ammoniten (v.r.): Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeister Richard Borgmann und Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins. Heinz Delbrügge, Elke Brandt und Klaus Nieländer bereiteten die Abgüsse vor und führten sie durch

 

 

 

 Diese Ammoniten sind zum Wahrzeichen von Seppenrade geworden.

Frau Christensen und Pfarrer Heinrich Westhoff segneten anschließend die drei Ammoniten, die zuvor vom Bürgermeister, dem Landrat, Landfester sowie Klaus Nieländer, Heinz Delbrügge und seiner Tochter Elke Brandt enthüllt worden waren. „Diese Ammoniten sind zum Wahrzeichen von Seppenrade geworden. Sie sind ein überliefertes Zeichen von Gottes Schöpfungsgeschichte“, betonte Pfarrer Westhoff vor der Einsegnung.

 

 

 

Und so ging es weiter

Nach der Begrüßung sowie der Einweihung der Ammoniten begann ein Programm im Rosengarten, an dem sich viele Vereine beteiligten. Der SV Fortuna hatte ein Fußballfeld, der Tennisclub ein kleines Spielfeld aufgebaut, die Landfrauen und die KFD warben für ihre Arbeit, Köche des Hotels „Mutter Siepe“ und der Gaststätte Wember servierten westfälische Spezialitäten. Musikalisch sorgten der Spielmannszug, die Dorfmusikanten, die Swingersöhne, Tanzgruppen und Chöre für Unterhaltung. Mit dem Gewitter gegen 16.30 Uhr traten die meisten der zahlreichen Besucher den Heimweg an. Der Auftritt von „Storksbergers Riesen“ wurde daher kurzfristig abgesagt.

 

 

 

Startschuss in eine gute Zukunft

Im Endspurt des Heimattages hat ein Gewitter zwar das Programm etwas durcheinander gebracht beziehungsweise verkürzt, unterm Strich fällt die Bilanz der Veranstaltung mit vielen Vereinen und Gruppierungen jedoch rundum positiv aus. Ideen für eine Wiederholung gibt es auch schon. 

„Der Heimattag hat sich gelohnt. Ich glaube, damit hat eine gute Zukunft für Seppenrade begonnen. Viele Bürger des Dorfes haben dafür gute Vorschläge gemacht. Der Heimatverein bedankt sich bei allen Vereinen und Gruppierungen für die Teilnahme, und bei den vielen Besuchern aus dem Dorf, dass sie an diesem Tag in den Rosengarten gekommen sind“, zog Friedhelm Landfester , Vorsitzender des Heimatvereins, am Montag eine positive Bilanz des Heimattages am Sonntag. Dabei verhehlte er nicht die Freude über das lobende Schulterklopfen von vielen Gästen.

Auch wenn nicht das komplett geplante Programm durchgeführt werden konnte – so durfte der neue Bouleplatz noch nicht betreten werden, da die Spielfläche zu weich war, und das Gewitter ließ den Auftritt von „Storksbergers Riesen“ sowie die Aktion „Die schönste Hausbank“ ins Wasser fallen –, sei der Zuspruch, vor allem bei den Kindern und Jugendlichen riesengroß gewesen. Nicht nur als Teilnehmer des bunten Programms, sondern auch als Aktive beim Fußball, Tennis oder auf der Hüpfburg. „Sie sind ja die Zukunft des Dorfes und werden sich noch häufig an diesen ersten Heimattag erinnern“, hob Landfester hervor.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.