Robuste Rosensorten gegen Bodenmüdigkeit

Rosengarten beteiligt sich an Versuch des Gartenbauzentrums Wolbeck. Rosen gedeihen nicht auf Flächen, auf denen unmittelbar zuvor auch Rosen wuchsen. Ob das für neue, besonders robuste Sorten ebenfalls gilt, will das Versuchszentrum für Gartenbau in Wolbeck herausfinden. An einem entsprechenden Versuch ist der Rosengarten in Seppenrade beteiligt. Gepflanzt wurden – natürlich – Rosen. Aber nicht irgendwelche, sondern Bodendecker-, Strauch-. Edel- und Beetrosen. Und zwar die der robusteren Art. Denn der Rosengarten nimmt an einem Versuch zur Bodenmüdigkeit teil, den das Versuchszentrum in Wolbeck der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen startet. „Dabei testen wir Sorten von drei großen Rosenzüchtern, nämlich Noack, Kordes und Tantau“, berichtete Diplom-Ingenieur Sepp Herrmann. Alle Rosenarten sind besonders robust. Denn die Fachleuhte aus Wolbeck wollen testen, ob sie auf den frisch gerodeten Flächen im Rosengarten gedeihen, obwohl dort zuvor bereits Rosen standen. „Rose auf Rose zu pflanzen, funktioniert genauso wenig wie Apfel auf Apfel oder Kirsche auf Kirsche“, weiß Herrmann. Woran das liegt, ist noch nicht endgültig erforscht. „Vermutlich ist ein Komplex aus mehreren Faktoren die Ursache“, so der Fachmann. Gemeinsam mit Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins Seppenrade, und dem Team des Rosengartens beobachtet er nun, wie sich die Pflanzen in den nächsten drei bis vier Jahren entwickeln. Um einen Vergleich zu haben, wurden nur 400 auf einer Fläche eingesetzt, auf der zuvor ebenfalls Rosen wuchsen, die übrigen 200 auf einem anderen Areal. „Die Züchter sagen, dass das direkte Wiederbepflanzen sehr wohl funktioniert, wenn man robuste Rosensorten verwendet“, machte Herrmann deutlich. Landfester erhofft sich auch für die Anlage in Seppenrade Erkenntnisse, wo künftig was gesetzt werden kann. „Außerdem dürfte das – mit Erklärungen versehen – auch für die Besucher eine interessante Sache sein“, ist Landfester überzeugt. Aus den Westfälischen Nachrichten von Anne Eckrodt vom 12.05.2018  

Bauarbeiten am Rosengarten

Seit Montag ruhen die Arbeiten im Bereich Rosengarten. Dort war seit einer guten Woche ein Unternehmen damit beschäftigt, für die Straße Am Rosengarten eine neue Kanalisation zu verlegen. Nach einem Ortstermin wurden am Dienstag von einem Sachverständigen Proben des ausgehobenen Erdreichs genommen, da der Verdacht einer Kontamination bestehe. Die Umweltabteilung des Kreises war bei dem Ortstermin ebenso anwesend, wie Vertreter der Bezirksregierung Münster. Der Boden war in diesem Bereich bis in eine Tiefe von rund vier Metern ausgehoben worden. Schon vor Baubeginn habe man dort Proben entnommen, die allerdings unauffällig gewesen seien. Nach neuen Erkenntnissen könne dagegen der Verdacht auf eine Kontamination durch Hausmüll nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich des heutigen Rosengartens befand sich noch bis in die 1960er Jahre eine Mülldeponie.Das Erdreich wurde an drei verschiedenen Stellen untersucht. Die Auswertung erfolge in dem münsterischen ACB Umweltlabor. Das werde die Ergebnisse in etwa zwei Wochen vorlegen. Erst dann könne die Frage, ob das bislang 400 Kubikmeter umfassende Erdreich wieder an selber Stelle eingebaut werden dürfe, beantwortet werden. Die Arbeiten an der Kanalisation auf der Straße Am Rosengarten werden bis zum Vorliegen der endgültigen Untersuchungsergebnisse ruhen. Aus den Westfälischen Nachrichten von Peter Werth  vom 19.04.2018