Soldaten aus Ahlen besuchen Rosengarten

Ein Bundeswehrfahrzeug im Rosengarten, das war schon ein seltener Anblick. Der Grund war ein ganz einfacher: Bundeswehr-Soldaten aus der Westfalenkaserne waren zu Gast im Rosengarten in Seppenrade. Der Besuch fand im Rahmen der patenschaftlichen Verbindung mit der Stadt Lüdinghausen statt.

Der Besuch einer städtischen Delegation im September vergangenen Jahres in der Westfalenkaserne sollte der Auftakt zum Aufbau einer patenschaftlichen Verbindung zwischen Einheiten der Bundeswehr und der Stadt Lüdinghausen sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Rat fasste dann den Beschluss, eine Patenschaft für die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 der Westfalenkaserne in Ahlen zu übernehmen und eine entsprechende Urkunde auszustellen.

Nun kamen die Soldaten der Bundeswehr zum Gegenbesuch nach Seppenrade, um mit Vereinsvertretern und Bürgern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie eine solche Patenschaft in Lüdinghausen umgesetzt und mit Leben erfüllt werden kann. Die Beteiligten trafen sich im Heimathaus zu einem gemütlichen Beisammensein und gemeinsamen Grillen.

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit und fragten die Soldaten nach Einzelheiten zu ihren Diensten, zu ihren Belastungen, zu ihren familiären Verhältnissen, zum mitgebrachten Fahrzeug und zu ihren vergangenen Einsätzen im Ausland, insbesondere in Afghanistan. Auch ihre Einsätze bei Naturkatastrophen waren Thema. Außerdem wurde eine Drohne vorgeführt, die von den Soldaten zur Aufklärung eingesetzt wird. Seit Ende August 2016 befindet sich das Bataillon unter Leitung des Hauptmanns Michael Jappsen am Standort Ahlen. „Um die Patenschaft aktiv zu gestalten, würden die Soldaten gern an städtischen Veranstaltungen teilnehmen, um die enge Verbundenheit mit der Bürgerschaft zu dokumentieren“, heißt es weiter. Der Volkstrauertag, Fußballturniere und andere Sportveranstaltungen sowie Schützenfeste wurden genannt. Besuche in der Westfalenkaserne, zum Beispiel von Schulen oder Vereinen, seien ebenfalls möglich und gern gesehen.

 

Robuste Rosensorten gegen Bodenmüdigkeit

Rosengarten beteiligt sich an Versuch des Gartenbauzentrums Wolbeck. Rosen gedeihen nicht auf Flächen, auf denen unmittelbar zuvor auch Rosen wuchsen. Ob das für neue, besonders robuste Sorten ebenfalls gilt, will das Versuchszentrum für Gartenbau in Wolbeck herausfinden. An einem entsprechenden Versuch ist der Rosengarten in Seppenrade beteiligt. Gepflanzt wurden – natürlich – Rosen. Aber nicht irgendwelche, sondern Bodendecker-, Strauch-. Edel- und Beetrosen. Und zwar die der robusteren Art. Denn der Rosengarten nimmt an einem Versuch zur Bodenmüdigkeit teil, den das Versuchszentrum in Wolbeck der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen startet. „Dabei testen wir Sorten von drei großen Rosenzüchtern, nämlich Noack, Kordes und Tantau“, berichtete Diplom-Ingenieur Sepp Herrmann. Alle Rosenarten sind besonders robust. Denn die Fachleuhte aus Wolbeck wollen testen, ob sie auf den frisch gerodeten Flächen im Rosengarten gedeihen, obwohl dort zuvor bereits Rosen standen. „Rose auf Rose zu pflanzen, funktioniert genauso wenig wie Apfel auf Apfel oder Kirsche auf Kirsche“, weiß Herrmann. Woran das liegt, ist noch nicht endgültig erforscht. „Vermutlich ist ein Komplex aus mehreren Faktoren die Ursache“, so der Fachmann. Gemeinsam mit Friedhelm Landfester, Vorsitzender des Heimatvereins Seppenrade, und dem Team des Rosengartens beobachtet er nun, wie sich die Pflanzen in den nächsten drei bis vier Jahren entwickeln. Um einen Vergleich zu haben, wurden nur 400 auf einer Fläche eingesetzt, auf der zuvor ebenfalls Rosen wuchsen, die übrigen 200 auf einem anderen Areal. „Die Züchter sagen, dass das direkte Wiederbepflanzen sehr wohl funktioniert, wenn man robuste Rosensorten verwendet“, machte Herrmann deutlich. Landfester erhofft sich auch für die Anlage in Seppenrade Erkenntnisse, wo künftig was gesetzt werden kann. „Außerdem dürfte das – mit Erklärungen versehen – auch für die Besucher eine interessante Sache sein“, ist Landfester überzeugt. Aus den Westfälischen Nachrichten von Anne Eckrodt vom 12.05.2018  

Bauarbeiten am Rosengarten

Seit Montag ruhen die Arbeiten im Bereich Rosengarten. Dort war seit einer guten Woche ein Unternehmen damit beschäftigt, für die Straße Am Rosengarten eine neue Kanalisation zu verlegen. Nach einem Ortstermin wurden am Dienstag von einem Sachverständigen Proben des ausgehobenen Erdreichs genommen, da der Verdacht einer Kontamination bestehe. Die Umweltabteilung des Kreises war bei dem Ortstermin ebenso anwesend, wie Vertreter der Bezirksregierung Münster. Der Boden war in diesem Bereich bis in eine Tiefe von rund vier Metern ausgehoben worden. Schon vor Baubeginn habe man dort Proben entnommen, die allerdings unauffällig gewesen seien. Nach neuen Erkenntnissen könne dagegen der Verdacht auf eine Kontamination durch Hausmüll nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich des heutigen Rosengartens befand sich noch bis in die 1960er Jahre eine Mülldeponie.Das Erdreich wurde an drei verschiedenen Stellen untersucht. Die Auswertung erfolge in dem münsterischen ACB Umweltlabor. Das werde die Ergebnisse in etwa zwei Wochen vorlegen. Erst dann könne die Frage, ob das bislang 400 Kubikmeter umfassende Erdreich wieder an selber Stelle eingebaut werden dürfe, beantwortet werden. Die Arbeiten an der Kanalisation auf der Straße Am Rosengarten werden bis zum Vorliegen der endgültigen Untersuchungsergebnisse ruhen. Aus den Westfälischen Nachrichten von Peter Werth  vom 19.04.2018